Arztkoffer und Arzttaschen

Erste Vorläufer heutiger Arztkoffer finden sich bereits bei Nomadenstämmen und sesshaft gewordenen Sippen. Deren weise Männer oder Frauen führten in eigens dafür angefertigten Beuteln stets einen Vorrat wichtiger Kräuter und okkulter Gegenstände mit sich herum. Je nachdem, wie erfolgreich sie diese anzuwenden wussten, verschafften sie sich entweder höchsten Respekt oder maximalen Zweifel.

Auch in nachfolgenden Epochen galt die Heilung von Kranken als (be-)achtenswerte Kunst, die ihren Kennern ehrenvolles Ansehen und gesellschaftlichen Status einbrachte. Allzu oft war jedoch nicht das Können des Mediziners für eine Linderung der Leiden verantwortlich, sondern ein Blick ins Innere des Arztkoffers: Abhängig vom aktuellen medizinischen Wissensstand enthielt dieser neben furchteinflößenden Gerätschaften nämlich auch diverses, zur Anwendung auf menschlichen Leibern bestimmtes Getier.

Mit fortschreitender Erkenntnis über Körperbau und Körpervorgänge änderte sich der Inhalt von Arztkoffern immer wieder. Seine bis heute wohl bekannteste Ausstattung findet er in so genannten Hebammentaschen, die Geburtshelferinnen im Rahmen der Vor- und Nachbetreuung zu Hausbesuchen mitbringen. Doch während diese Gepäckstücke als Reminiszenz an einen der ältesten Berufe meist in nostalgischem Design gehalten sind, orientieren sich moderne Arztkoffer eher an praktischen Werkzeugkästen.

Das ist durchaus positiv gemeint, denn die so gegebene Übersichtlichkeit erleichtert die Betreuung der Patienten und lässt dem behandelnden Arzt mehr Raum für fachliche Gespräche und Untersuchungen. Die tragbaren Kompakt-Praxen überzeugen durch Standfestigkeit und einen übersichtlich gestalteten Innenraum, der durch flexible Trennwände individuell eingeteilt werden kann. Dank der Verwendung moderner Materialien sind zeitgemäße Arztkoffer leicht, unempfindlich und gut zu reinigen, so dass sie alle Anforderungen ihres mobilen Einsatzes vorbildlich erfüllen.

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