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Belastungsinkontinenz – Blasenschwäche im Alltag


Ein herzhaftes Lachen oder ein kurzes Husten – was für viele alltäglich scheint, kann für andere eine wahre Hürde im Alltag darstellen. Nämlich dann, wenn diese kurzen Momente der körperlichen Anspannung zu einem ungewollten Urinverlust führen. Die Belastungsinkontinenz – auch Stressinkontinenz – ist für viele ein schambehaftetes Thema. Dabei gibt es zahlreiche, einfache Therapiemöglichkeiten, durch welche die Symptomatik effektiv gelindert werden kann.

In unserem Blogbeitrag erfahren Sie alles, was Sie über die Belastungsinkontinenz, Ihre Ursprünge und Behandlungsmöglichkeiten wissen müssen – lesen Sie jetzt rein!

Eine Frau muss auf Toilette – sie leidet unter einer Belastungsinkontinenz



Habe ich eine Belastungsinkontinenz? – Definition & Symptome

Die Stressinkontinenz, welche auch als Belastungsinkontinenz bezeichnet wird, beschreibt das unwillkürliche Lassen von Harn während Druck auf den Bauchraum ausgeübt wird. Dies kann beim Heben von schweren Gegenständen, aber auch bei einfachen körperlichen Anstrengungen wie Husten, Niesen oder Lachen der Fall sein. Grund dafür ist in den meisten Fällen eine Schwächung des Beckenbodens und des Schließmuskels, die einem plötzlichen Druckaufbau im Bauchraum nicht standhalten können.

In den meisten Fällen verspüren Betroffene vorher keinerlei Harndrang. Ob während der Inkontinenz lediglich ein paar Tröpfchen Urin oder mehr Blaseninhalt verloren werden, gibt keinerlei Aufschluss über die Schwere der Belastungsinkontinenz.

Die Symptome – dem Lassen von Harn unter Druck und Anspannung auf den Bauchraum – können oft effektiv eigenständig gelindert und mit wirkungsvollen medizinischen Therapien unterstützt werden. In den meisten Fällen wird hierbei auf die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur abgezielt.





Ferner gibt es weitere Faktoren und Ursachen, die tendenziell häufiger Frauen betreffen als Männer. So kann beispielsweise eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme und hinausgezögerte oder zu früh getätigte Toilettengänge das natürliche Füll- und Entleerungsverhalten der Blase durcheinanderbringen. Auch psychische Belastungen wie Unstimmigkeiten und Streitereien in der Partnerschaft schlagen bei Frauen häufiger auf die Blase. Darüber hinaus sind Frauen anfälliger für wiederkehrende Harnwegsinfektionen, was das Entstehen einer Inkontinenz begünstigen kann.



Ausprägungen und Schweregrade der Belastungsinkontinenz

Auch wenn Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Belastungsinkontinenz stets von den individuellen Patienten abhängen, ist es für Betroffene wichtig zu wissen, welcher Schweregrad bei der eigenen Inkontinenz vorliegt. Auch ein allgemeines Verständnis über die Auslöser verhilft zu mehr Lebensqualität und Selbstbestimmtheit im Alltag. So kann eine geeignete Therapieform gefunden und etwaige inkontinenzanregende Situationen vermieden werden.

Die Belastungsinkontinenz wird unterschieden in drei Schweregrade, je nachdem welches Maß an körperlicher Belastung zu einem ungewollten Harnaustritt und Urinverlust führt. Die beigefügte Grafik gibt Ihnen einen groben Überblick über die unterschiedlichen Schweregrade der Belastungsinkontinenz und dient als Orientierung. Die genaue Einteilung eines individuellen Falls kann nur ein Arzt vornehmen. Im Rahmen der Anamnese ergründet er die Ursachen und stellt die entsprechende Diagnose.



Behandlungs- & Therapiemöglichkeiten im Alltag

Bei einer Belastungsinkontinenz liegt meist eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder des Bandapparates im Beckenbereich vor. Um eine passende Therapie zu wählen, wird zunächst der Schweregrad der Inkontinenz bestimmt. Betroffene sollten sich hierfür stets an einen Arzt wenden – dieser kann den Individualfall am besten fachlich bewerten und geeignete Maßnahmen vorschlagen. So ist es auch wichtig abzuklären, ob den Beschwerden eventuell andere Erkrankungen oder Ursachen zugrunde liegen.

Werden andere Gründe wie Organleiden ausgeschlossen, wird anschließend eine passende Behandlung individuell gewählt. Diese ist stets auf die Ursache, Art und das Ausmaß der Beschwerden, aber auch an die Lebenssituation der Patienten angepasst.

Bei den Schweregraden eins und zwei wird zumeist eine konservative Therapie gewählt, während bei dem Schweregrad drei oft ein chirurgischer Eingriff notwendig ist. In den meisten Fällen ist eine Harninkontinenz heilbar oder zumindest so stark verbesserbar, dass die Patienten kaum im Alltag eingeschränkt sind und sich frei bewegen können.

Neben einer passenden Behandlung ist es wichtig, die Symptomatik zu lindern, damit Betroffene unbeschwert am Alltag teilhaben können. Hierunter zählen diskrete Slips und Einlagen, aber auch Inkontinenzhosen für Erwachsene können Abhilfe schaffen und die Lebensqualität maßgeblich verbessern. Im Onlineshop von SANISMART finden Sie eine Reihe an qualitativen Inkontinenzartikeln, die diskret bestellt werden können.



Training der Beckenbodenmuskulatur

Ist die Ursache der Inkontinenz eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, kann dieser oft mit einem entsprechenden Training entgegengewirkt werden. Das Training kann sowohl im Rahmen einer Physiotherapie als auch in den eigenen vier Wänden erlernt und praktiziert werden. Mit einem regelmäßigen Training kann die Ursache bekämpft und Symptome gelindert werden. Erste Behandlungserfolge sollten sich innerhalb der ersten drei bis sechs Monate einstellen – ist dies nicht der Fall, sollte eine alternative Therapieform gewählt werden. Das Training der Beckenbodenmuskulatur kann hierbei auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden:

Übungen für den Beckenboden

  • gezielte Übungen durch An- und Entspannen des Beckenbodens kräftigen die Muskulatur und Bänder des Halteapparates nachhaltig
  • Übungen können autodidaktisch erlernt werden

Biofeedback

  • Biofeedbackgerät
  • mithilfe von optischen und akustischen Signalen werden unbewusst ablaufende Kontraktion des Beckenbodens besser wahrgenommen und beeinflusst

Scheidengewichte

  • Gewichte werden in die Scheide eingeführt und mithilfe der Beckenbodenmuskulatur zurückgehalten

Elektrostimulation

  • Aktivierung der Muskulatur durch elektrische Stromimpulse



Gewichtsreduktion und Lebensstiländerungen



Medikamentengabe

Ist die Belastungsinkontinenz eine Folge eines Östrogenmangels – beispielsweise bei Frauen in der Menopause –, kann oft eine entsprechende Medikamentengabe Linderung verschaffen. Die Hormonpräparate werden als Vaginalzäpfchen, in Tablettenform oder für die örtliche Behandlung des Harn- und Genitalbereichs mit einer östrogenhaltigen Salbe verabreicht. Auch der Verschlussmechanismus der Blase kann dank Medikamenten mit dem Wirkstoff Duloxitin gestärkt und die Belastungsinkontinenz so reduziert werden.



Operationsmöglichkeiten

In schweren Fällen der Belastungsinkontinenz – oft bei Grad 3 – erzielen konservative Behandlungsmethoden keinerlei Erfolge. In diesen Fällen ist es ratsam, über operative Maßnahmen nachzudenken, um den Patienten zu unterstützen und den Alltag einfacher zu gestalten. Bei der operativen Therapie haben sich verschiedene Prozeduren etabliert. Welche im Einzelfall infrage kommt und am sinnvollsten ist, sollte stets mit einem Arzt besprochen und abgeklärt werden.

1. Kolposuspension

Bei der Kolposuspension wird mithilfe einer Bauchspiegelung oder eines Bauchschnittes der Blasenhals operativ angehoben und am Bandapparat des Beckens fixiert. Durch diesen minimalinvasiven Eingriff wird verhindert, dass die Harnröhre in eine zu tiefe Position absinken kann.

2. TVT-Operation (tension-free vaginal tape)

Im Rahmen der operativen Maßnahmen zählt die TVT-Operation zu den geläufigsten Methoden bei einer Belastungsinkontinenz. Hierbei wird ein kleines Kunststoffbändchen unter die Harnröhre hindurch und durch die Bauchdecke nach außen geführt. Dieses verbleibt als dauerhafte Einlage im Körper des Patienten und stabilisiert die entsprechende Beckenregion. Durch diese zusätzliche Unterstützung gibt der Schließmuskel bei Belastung nicht mehr sofort nach.

3. Unterspritzung der Harnröhre

Bei der Unterspritzung der Harnröhre wird in die Wand ebendieser eine hyaluronsäurehaltige Substanz gespritzt. Durch diesen Eingriff wird die Harnröhre verengt und der Blasenschließmuskel aufgepolstert. Dadurch hält er auch unter Druck zuverlässiger.

4. Künstlicher Schließmuskel

Bei schwerwiegenden Formen der Belastungsinkontinenz kann dem Betroffenen mit einem künstlichen Schließmuskel geholfen werden. Die Harnröhre wird hierbei durch ein künstliches Schließmuskelimplantat in Form einer ringförmigen Manschette geschlossen. Das kontrollierte Wasserlassen wird über eine, im Hodensack oder in der Schamlippe einliegende, Pumpe reguliert. Trotz der hohen Erfolgsquote sollte ein künstlicher Schließmuskel als letzte Option gesehen werden, da bei einem mechanischen Versagen und einer Revisionsoperation oft Komplikationen auftreten.



Produkte für den Alltag mit Belastungsinkontinenz

Um auch während der Therapie den Alltag mit einer Belastungsinkontinenz zu vereinfachen, bietet der Markt eine große Auswahl an Hygieneprodukten, die Betroffenen mehr Sicherheit und Schutz vor der Blasenschwäche im Alltag bieten. So können Patienten ein unbeschwertes Leben ohne Furcht vor unangenehmen Situationen führen.

Auch SANISMART bietet Ihnen eine große Auswahl an Produkten für die Pflege oder den eigenen Alltag mit einer Belastungsinkontinenz. Entdecken Sie unser Sortiment und finden Sie passende Einlagen oder Matratzenschoner – jetzt bestellen!

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Inkontinenzeinlagen und -slips eignen sich primär bei einer leichten bis mittleren Blasenschwäche. Durch die erhöhte Saugfähigkeit des Materials wird der Tragekomfort für den Anwender auch bei längerer Nutzung ermöglicht. SANISMART bietet Ihnen sowohl Einlagen, Slips und Inkontinenzhosen für Damen als auch für Herren. Dank der anatomischen Form, einem Seitenauslaufschutz und einer speziellen Feuchtigkeitsverteilschicht wird das Nässegefühl bestmöglich reduziert.

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Haben Sie weitere Fragen? Wir beraten Sie gerne zu unserem Sortiment und diskrete Inkontinenzartikel im Alltag. Kontaktieren Sie uns dafür unkompliziert unter +49 (0) 2309 - 649 95 09 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@sanismart.de.